Asiatische Hornisse Embryonalnest


Nestentfernung auf Rösrather Stadtgebiet

In Rösrath wohnt Jutta Kalff - eine erfahrene Bekämpferin der Asiatischen Hornisse. Seit der ersten Stunde kämpft sie ganz vorne, klärt auf, bildet sich weiter, redet mit PolitikerInnen und bemüht sich darum, Nester "ganz nebenbei" zu entfernen. In 2026 bietet sie auf Rösrather Stadtgebiet allen Bürgern an, die Embryonalnester ehrenamtlich zu entfernen (siehe Foto). Hier kann die Sichtung eines Nestes, aber auch eines Einzeltieres, gemeldet werden. Die Meldung an Jutta ersetzt nicht die Meldung an die Behörden, die aus statistischen Gründen weiterhin notwendig ist.  Für die Meldung an Jutta ist ein Foto erforderlich.

Informationen für betroffene Berufsgruppen

Informationen für Bürger und Gartenfreunde 

Informationen für Presse, Politik, Imker und Multiplikatoren

Kontakt und Hilfe für Nestentfernung und Beratung 

Ansprechpartner für Nestentfernung und Beratung in Rösrath: Jutta Kalff

Für Rösrath sprich bitte Jutta Kalff an. Auf Rösrather Stadtgebiet entfernt sie die frühen Embyonalneser (in denen nur Königinnen allein aktiv sind) ehrenamtlich. 

Nest der Asiatischen Hornisse melden

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Jutta Kalff

Politische und behördliche Situation

Anfang März 2025 wurde der Status der invasiven, gebietsfremden Hornisse Vespa velutina paragrafisch umgestuft. Sie unterstand in der Unionsliste (EU- Liste invasiver Arten (Verordnung (EU) Nr. 1143/2014) dem § 16 „invasive Art“ (der die Zielsetzung der Ausrottung der Art hat und von den Unteren Naturschutzbehörden finanziert wird).
Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Wenn dieses Ziel der vollständigen Ausrottung innerhalb von drei Jahren nicht erreicht wird und die Art sich weiter vermehrt, greift § 19- die Art wird als „etabliert“ eingestuft.

Das Ziel lautet nicht mehr „Ausrottung“, sondern Dokumentation der Verbreitung, sowie Bekämpfung in gesonderten Bereichen. Im Zuge dieser Umstufung wurden finanzielle Regelungen fixiert, die nun auch Städte, Kommunen und Gemeinden betreffen. Und auch Privatleute, Bürgerinnen und Bürger. Durch das Inkrafttreten des Paragraphen 19 wurde eine finanzielle Umverteilung initiiert: Nestentfernungen, die sich auf städtischem, kommunalem oder privatem Grunde befinden, müssen nun von den jeweiligen Institutionen oder Beteiligten getragen werden. Diese Regelung führt zu verständlichem Unmut, besonders in der Bevölkerung, die bei Aufkommen von Nestern auf ihren Grundstücken nun zur Kasse gebeten werden. 

Vespa velutina nigrithorax ist, trotz Umstufung, eine invasive Art, die es zu bekämpfen gilt. Sie ist die einzige invasive Art, die einen Einfluss auf Biodiversität, Ökologie, Wirtschaft und menschliche Gesundheit hat! Ihre Kolonien verbrauchen 11-20 Kg Insektenmasse. In den Mägen ihrer Larven wurden genetische Spuren von 1449 Tierarten nachgewiesen!!! Diese Art frisst Honigbienen und löst in Honigbienenkolonien Mechanismen aus, die zum Zusammenbruch der Honigbienenvölker führen. Sie frisst zahlreiche andere Arten, sowie frisches Obst aller Art und löst wirtschaftliche Schäden im Obst- und Weinbau aus. Das gesamte Ausmaß ihrer Ankunft und Verbreitung können wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vollständig einordnen. Fakt ist: sie so einfach „laufen zu lassen“ ist ein verheerender Fehler! 
> Siehe auch: Fakten und belegte Studien zum Thema <

Embryonal- und Primärnester finden sich oft hier: 

  1. Aufbewahrungsboxen für Polsterauflagen
  2. Kompostboxen
  3. Vogelhäuschen
  4. Umgestülpte Blumentöpfe
  5. Dachvorsprünge/ Dächer
  6. Carports
  7. unter Grillhauben 
  8. Hecken auf Brust- oder Kopfhöhe
  9. Schuppen
  10. zusammengeklappte Sonnenschirme

    Jeder Hinweis, jede Beobachtung von Ihnen hilft uns, dieses Tier zu bekämpfen, bzw. einzudämmen! Bitte beobachten Sie die oben genannten Bereiche sehr genau. Bitte fotografieren Sie die Nester mit aufsitzenden Tieren, da die Verwechslungsgefahr mit Nestern heimischer und schützenswerter Wespen- und/ oder Hornissen sehr groß ist.

Juttas Angebot an Rösrath

Nestentfernung: 

"Als Bekämpferin möchte ich den BürgerInnen von Rösrath in dieser neuen Situation helfen. Ich biete an, alle gefundenen Embryonalnester kostenlos zu entfernen. Die Entfernung ist unproblematisch, da die Königin noch allein ist und Eier und Larven versorgt. Die Entfernung muss aber fachgerecht und korrekt durchgeführt und im offiziellen Meldeportal des Landes NRW gemeldet werden."

Embryonalnest

Nest oder Einzelsichtung in Rösrath melden

Jahreszyklus der Vespa Velutina

Die Entwicklung der Asiatischen Hornisse im Jahresüberblick (PDF)

Der Bau der ersten sogenannten „Embryonalnester ( daraus erwächst ein Primärnest, in dem dann erste Arbeiterinnen anwesend sind) findet ab ca. Ende März meistens in der Nähe der Menschen statt - dort ist es wärmer und es gibt Nahrung (Phase 1). 

In der sogenannten kooperativen Phase 2 ab Mai übernehmen die ersten Arbeiterinnen die Brutversorgung und den Nestbau, während die Königin sich auf die Eiablage konzentriert. Das Primärnest wächst in dieser Zeit, oft an gut getarnten Orten in Bodennähe, auf die Größe eines Handballs heran.

Wegen Platzmangel zieht das Volk in Phase 3 ab August häufig in ein großvolumiges Sekundärnest in hohe Baumkronen um. In dieser reproduktiven Phase erreicht die Kolonie im Spätsommer und Herbst ihre maximale Stärke von durchschnittlich 6.000 Tieren und beginnt mit der Aufzucht von Drohnen und Jungköniginnen.

In der regressiven Phase 4 ab Einbruch des Winters stirbt das alte Volk mitsamt der Gründerkönigin komplett ab. Lediglich die neu begatteten Jungköniginnen verlassen das Nest und überwintern in frostfreien Verstecken wie Totholz oder Bodenhohlräumen. Aktuell wird mir einer Rate von 1:10 - also  ca. 10 neuen Nestern im Folgejahr gerechnet. 


Weitere Kontakte und Hilfe

Hilfe und Rat




Internetseiten für sehr gute, weiterführende Informationen und Kontakt

Informationsportal eines Zusammenschlusses fachkundiger engagierter, Ehrenamtlicher. Darunter Behördenmitarbeiter, Imker, Hornissenberater, Wissenschaftler und viele mehr: https://velutina-army.de

PDF-Flyer des Rheinisch-Bergischen Kreises mit Kontaktdaten und Übersicht der allgemeinen Informationen und Verhaltensregeln.

Kontakte zu den Ämtern:
Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises: artenschutz@rbk-online.de

Zuständige Behörde: Untere Naturschutzbehörde
Am Rübezahlwald 7, 51469 Bergisch Gladbach
Telefon 02336/93 0

Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung sind
Marlen Wildenhues, Tel.: 02202 13-6814 und Wilfried
Knickmeier, Tel.: 02202 13-6798. 


Unterscheidungsmerkmale: europäische und asiatische Hornisse


1. Bild (links): Europäische Hornisse Vespa crabro: geschütztes Tier, darf nicht gefangen oder getötet werden.
Grundfärbung: rotbraun (Kopf, Brust, Beine), Hinterleib: gelb mit dunkler Zeichnung, Gesicht: gelb
Nest: Größe bis 60 cm, 5 bis 8 Waben, bevorzugt in geschützten Höhlen, unten große Öffnung / Flugloch unten
Volksgröße: 400-700 Tiere
Besonderheiten: Tag- und Nachtaktiv (Fliegt künstliche Lichtquellen an).

2. Bild (rechts): Asiatische Hornisse Vespa velutina nigrithorax: invasive Art
Grundfärbung: schwarz; Beine gelb, Hinterleib: schwarz mit orange-gelbem Bereich, Gesicht: orange
Nest: Größe bis 100 cm, 4 bis 10 Waben, Bevorzugt freihängend, im Frühjahr in Büschen oder Hecken, im Sommer in hohen Bäumen, Flugloch seitlich
Volksgröße: 1.000 bis 2.000 Tiere
Besonderheiten: nur Tagaktiv, besondere Flugfähigkeiten, steht in der Luft und kann rückwärts fliegen.

Die signifikanten Unterschiede bei einzelnen Tieren sind also klar die Farbe des Körpers und vor allem der Füße, und die Flugeigenschaften.

Hinweis für Jäger:
Dieser Artikel der Saarjäger fasst die Besonderheiten im Vergleich zur Europäischen Hornisse gut zusammen.